Löwenherzen
Ein preisgekröntes Theaterstück als Bilderbuch: Mit Zylinder, Luftschlangen und goldenem Konfetti beginnt alles. Der 9-jährige Anand lässt seinen Löwen unter tosendem Applaus durch brennende Reifen springen.
Doch der junge Zauberer steht nicht in einer Zirkusarena, auch nicht im Kinderzimmer. Er ist bei der Arbeit. Für den Chinamann muss er tagein, tagaus Plüschtiere in einer Fabrik in Bangladesch nähen. Nun hat er wegen seiner Zirkusträumerei einem Stofflöwen ein Auge schief angenäht.
Was soll’s: Er hat einen Plan! Schnell schreibt er eine Nachricht an „Gott in Oropa“ und versteckt sie im Bauch des Löwen. Nun ist dieser der schönste und wichtigste Löwe, den er je genäht hat. Denn er soll ihm, dem Jungen ohne Kindheit, helfen. Er möchte in die Schule gehen! Sooo gern!
Der Löwe mit dem schiefen Auge ist also auf dem Weg nach Europa. Auf seiner abenteuerlichen Reise kommt er zuerst nach Deutschland, landet bei der kleinen Emma, die am Weihnachtsabend beschließt, ihre ganzen Besitztümer an arme Kinder im Senegal zu verschenken.
Im Senegal findet ihn das arme Mädchen Zula, das von den anderen Kindern ausgegrenzt wird.
Von da geht die Reise zum jungen Kiano nach Mali, dessen Vater ein Schleuser ist.
Von da aus begleitet der Löwe Amari auf seiner Flucht über das Mittelmeer nach Spanien…
…und findet schließlich zu Louise in Frankreich.
Am Ende stehen Anand und seine Mutter vor ihrem neuen Haus aus Stein, er geht jetzt zur Schule, muss nicht mehr für den Chinamann arbeiten. Der Löwe mit dem schiefen Auge hat allen Glück gebracht. Denn alle, gleich in welchen Lebensumständen, sind stark und haben Löwenherzen.
Aus der Jury-Begründung zum Mülheimer KinderStückePreis 2021:
›Löwenherzen‹ beschreibt die Geschichte eines Spielzeuglöwen, der in Bangladesch von einem Jungen genäht und von diesem auf eine weite Reise fast um die ganze Welt geschickt wird. Das Stück zeigt die Kraft des Theaters und der Fantasie. Auf zupackende Weise greift ›Löwenherzen‹ mutig große, globale Themen von Kinderarbeit und Migration bis Leihmutterschaft auf. Dabei stellt es gesellschaftliche Zustände in Frage und regt dazu an, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Jede Szene vermittelt die Chance auf Veränderung, jede Figur hat einen optimistischen Gestaltungswillen.
Autorin
Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tbilissi/Georgien, ist preisgekrönte Romanautorin. Ihr Familienepos „Das achte Leben (für Brilka)“ ist ein weltweiter Bestseller, eine internationale Verfilmung ist in Vorbereitung. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Ihr Roman „Die Katze und der General“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2018. Heute lebt die Autorin in Berlin.
Illustrationen
Julia B. Nowikowa wurde in St. Petersburg geboren, studierte in Hamburg und lebt in Berlin. Sie ist als Bühnenbildnerin, Malerin und Illustratorin für verschiedene Opern-, Musical-, Modern Dance- und Theaterensembles und für verschiedene Verlage engagiert. Zuletzt realisierte sie für das Deutsche Theater Berlin das Bühnenbild für Nino Haratischwilis Stück, beide verbindet eine lange Zusammenarbeit.
Kindertheaterpreis
Der Mülheimer KinderStückePreis, den Nino Haratischwili 2021 für Löwenherzen gewann, ist ein seit 2010 verliehener Dramatikpreis für neue deutschsprachige Kindertheaterstücke. Der eigenständige Wettbewerb mit eigener Jury und viel Fachpublikum findet jährlich an fünf Tagen im Mai im Rahmen der Mülheimer Theatertage statt.
Fazit: Macht Mut, ohne die Realität völlig auszublenden. Bemerkenswert.
Nino Haratischwili: „Löwenherz“. FVA 2024. 26,- EUR. ISBN 978-3-627-00325-8.
Maria

Das Potenzial von KI für den Seminarraum: Ein Methodenbuch, das zeigt, wie man ChatGPT & Co. als Hilfsmittel in interaktiven Veranstaltungen einsetzt. Die ausführliche (nicht zu lange) Einführung ist gut verständlich. Hier lernt man die Basics zu Prompts (Eingabetexte für die KIs); man bekommt ausreichend Motivation, sich (wieder) tiefer mit der Prompterstellung zu befassen. Besonders schön: Die Prompts aus dem Buch bekommt man (nach Registrierung) auch als Download.



„Das Universum hat also mit einem Urknall begonnen? Okay. Und wer war damals dabei und hat’s gefilmt?“
»Es war einmal ein kleiner Bär
In dem Spiel „die weiße Burg“ geht es um die Burg Himeji in Japan im 18. Jahrhundert. Reiche Familien (die 1-4 Spielerinnen) setzen ihre Verwandten ein, um als Gärtner, Krieger oder Höfling in der Burg Ruhm und Macht (=Siegpunkte) zu erringen. Dabei gilt es die Figuren geschickt zu positionieren, damit punktebringende Aktionen durchgeführt werden können.













Der Dschungel ist wunderschön und voller Geheimnisse. Doch das Leben der Tiere dort ist auch gefährlich. Los geht es auf eine Reise in die grüne Wildnis…


Hmmm…. da war ich mir zwischendrin nicht so sicher, ob das Buch gut hierher passt. Oder ob ich überhaupt weiterlese… Etwas… hmmm… belanglos? Banal? Geschwätzig, wie es alte Menschen schon mal werden?
Selbst mal wieder Buntstifte zur Hand nehmen, entspannt am Tisch werkeln, schraffieren, scribbeln… Sehr schön. Das fertige Stück dient dann – ausgeschnitten – als Postkarte oder Geschenkanhänger.
Ein wunderschönes Buch, das mitnimmt auf eine Reise über die Kraft der Freundschaft, Mut und Selbsterkenntnis. Inspiriert von einem persischen Märchen aus dem 12. Jahrhundert präsentiert sich eine Geschichte über das Glück, das in uns allen wohnt. Es erzählt von Spiritualität. Und zeigt, wie man zu ihr gelangen kann. Übrigens nicht nur als Vogel.