Rezension
Leben oder Arbeiten oder kann Arbeiten Leben sein? Diese Frage stellt sich der Stefan Frädrich. Im Audioseminar appelliert er an seine Zuhörerinnen und Zuhörer, sich den Job zu suchen, der gefällt, zufriedenstellt und sogar glücklich macht. Er erklärt, was ein Flowerlebnis ist und wodurch es zustande kommt. Gut gelungen ist, wie er die psychologischen Hintergründe auflistet. Ob die richtige Mischung aus Anfordrungen und Fähigkeiten, Rahmenbedinungen für Konzentration auf die Aufgabe, klare Ziele, unmittelbare Rückmeldung auf das erarbeitete Ergebnis oder die Möglichkeit zur eigenständigen Gestaltung – wichtig sind nicht nur Kopf, Lohn und Ausbildung, sondern auch der Sinn, den frau oder man in der Erledigung der Aufgabe findet.
Leider ist das Seminar sehr schnell gesprochen. Da hilft nur mehrmaliges Hören oder sehr schnelles Mitschreiben, um das Gehörte zu verinnerlichen. Das Plädoyer für die Suche nach dem persönlich passenden Beruf verkauft als Ziel genau das. Klar ist das wünschenswert, aber die Frage, ob es das für Jede und Jeden auch das Lebensziel ist, muss sich Jede und Jeder selbst beantworten.
Gut gefallen haben mir die Hinweise, dass es in jedem Job ungeliebte Aufgaben gibt, dass Jede/r selbst etwas dafür tun muss, den eigenen Job zu ändern oder zu wechseln, wenn es nicht passt. So ist die Frage: „Hat nicht jede Arbeit ungeliebte Seiten?“ zwar nahe liegend, hilfreicher ist aber, die eigene Wahrnehmung bewusst auf die schönen Seiten zu lenken. Sich darauf konzentrieren, wo die eigenen Stärken eingesetzt werden können. Der Spaß an der Arbeit kommt dann quasi „von selbst“.
Fazit: Ganz okay
Carolin v. Richthofen erzählt etwas zum Weg zum Traumjob. Der Autorin lässt sich besser folgen als ihrem Vorredner. Sie hat eine angenehme Stimme und – zumindest am Anfang – eine Sprechgeschwindigkeit zum Mitdenken. Sie beginnt damit, ihr Publikum auf ihre Tagträume zu fokussieren. Für eine aktive Veränderung braucht es dann noch persönliche Betroffenheit, ein attraktives Ziel und den ersten Schritt. Zur Betroffenheit gehört es, auch negative Gefühle zuzulassen, also Trauer, Angst und Hilflosigkeit. Erst dieser Leidensdruck liefert die Energie zur Veränderung.
Ein funktionierendes Ziel, eine eigene Vision bewegt sich zwischen Über- und Unterforderung. Das ist ein gutes Stück Arbeit, das sich laut Carolin v. Richthofen lohnt. Hier geht es um Fragen wie „Was ist mir wichtig, was sind meine Werte?“, „Worauf will ich nicht verzichten?“ oder „Was macht mir Freude?“ In den Antworten finden sich dann Zufriedenheit, Sicherheit, Abwechslung, Sozialkontakte etc. Auch die Fremdeinschätzung kommt dazu: „Wofür werde ich um Rat gefragt oder gelobt?“ Danach ist eine möglichst konkrete Zielformulierung gefragt. Also nicht zu hoch gesteckt und mit Deadline oder Meilensteinen. Das Ziel muss natürlich zu den Antworten auf die Fragen passen. Und dann? Naja, dann kommt der erste Schritt. Pause, kurz Innehalten und Nachdenken. Dann der zweite Schritt. Und so weiter, bis zum Ziel, dem Traumjob.
Fazit: Okay
Diesem Sprecher hab ich gern zugehört, Stimme und Erzählweise sind einladend. Bei dem Audioseminar Potentialentfaltung in der Führung stellt der Autor erst mal die Frage: „Wie führen Sie sich selbst?“ Erst an zweiter Stelle geht es dann um die Führung anderer. Sebastian Purps vergleicht die Führungskraft mit einem Elternteil, ein passender Vergleich. Im Kern sorgt die Führung idealerweise für gute Rahmenbedingungen, gibt Raum und lädt die Mitarbeiter/innen ein, ihre Stärken einzusetzen. Als Beispiel für den Anteil der Vorstellungskraft an der Potentialentfaltung dient der Rekordlauf des Mittelstreckenläufers Roger Bannister: Er lief als erster Mensch 1 Meile unter 4 Minuten. Das war am 6. Mai 1954. Im selben Jahr schafften noch knapp 40 andere Läufer, die 4-Minuten-Grenze zu unterbieten. Sie wussten jetzt, dass es möglich war.
Auf dieser Basis stellt der Autor die Frage: „Angenommen, alles was Sie tun, wäre erfolgreich; was würden Sie anfangen?“ Darüber hinaus lenkt der die Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten, die sich dadurch ergäben, auf die Reaktion der Anderen auf den eigenen Ergolg, auf die Gefühle und Fähigkeiten. Auch das eigene Verhalten stellt er zur Diskussion, was sich ändern würde durch diese Grundannahme. Hintergrund dieser Herangehensweise ist, dass wir meist in schwächendne Glaubensmustern stecken – was wir alles nicht können, und deswegen gar nicht erst anfangen. Die Hummel lässt grüßen.
Wie sieht denn dann die konstruktive Herangehensweise aus? Zu überlegen, was ich aus einem Ereignis lernen kann, wozu es gut ist (nicht: was schlecht daran ist) und was mir dadurch möglich ist. Als Veranschaulichung erzählt Purps von seinem Freund und ihm selbst, die die „Shit-List“ erfunden haben, als es im Job nicht gut lief. Dann konnten Sie am Ende wenigstens sehen, wer die längere Liste hatte: Ein Strich pro Problem – ein spielerischer Umgang mit einer schwierigen Phase. So leitet er über zum Perpektivenwechsel. Oft hilft das, um das Gute in einer Situation überhaupt erst wahrzunehmen. Und damit kann ich zur Selbstwirksamkeit gelangen, die Situation kontrollieren, Lenken statt Gelenktwerden.
Ein kurzer Exkurs zu Gerald Hüther und den von ihm definierten menschlichen Grundbedürfnissen: Sicherheit in menschlichen Beziehungen (Dazugehören, Geborgenheit) und – ein bisschen im Widerspruch dazu – das Über-Sich-Hinauswachsen-Dürfen (Neugier, Gestaltungslust, Leistungswille, Autonomie). Gibt die Führungskraft ihren Mitarbeiter/innen das Gefühl, dass sie jede/n Einzelne/n mag, hat sie das Team schon mal prinzipiell motiviert. Das ist vielleicht nicht immer leicht. Doch auch hier hilft der Perspektivwechsel. Wenn sich der Drängler auf der Straße über ein vor ihm fahrendes langsameres Auto ärgert, wer hat dann das Problem? In diesem Sinne ist die Führungskraft Motivatorin, Potentialentfalter und ermutigt, inspiriert und lädt ein. Das kann auch mit ganz einfachen Fragen geschehen: „Was ist Ihre Meinung dazu?“, „Was würden Sie tun?“ etc. Die Methoden sind nicht an sich wichtig, sie helfen nur, die wichtigen Dinge zu tun. Und das ist es ja, was am Ende zählt. Irgendwann klappt es ohne Methoden, aus sich selbst heraus. Und als letzter wichtiger Tipp gibt der Autor die Empfehlung, die eigenen Ressourcen nicht zu vergessen.
Fazit: Okay, lohnt sich
Dr. Stefan Frädrich: „Leben oder Arbeiten“. Carolin v. Richthofen: „Auf dem Weg zum Traumjob“. Sebastian Purps: „Potentialentfaltung in der Führung“. Audioseminare für inneres Wachstum. Pro Themenpaket 29,95 EUR als Download und 44,95 EUR als CD.
Alle Themenpakete gibt es auf der Website www.stark-im-leben.com, u. a. diese:
Themenpaket Kommunikation
Sprecher und Themen
- Thilo Baum: Sagen, was Sache ist
- Stefan Gössler: Mit Obamas Prinzipien zum Erfolg
- Sebastian Purps: Die Fragen der Kraft
Themenpaket Selbstmanagement
Sprecherin, Sprecher und Themen
- Boris Grundl: Magie des Wandels
- Dr. Stefan Frädrich: Lebensunternehmer
- Nicola Fritze: Gedankenmanagement
„STARK IM LEBEN“, das sind 14 Experten, Trainer & Coaches aus dem deutschsprachigen Raum.
Maria



Die Autorin hat selbst ihren Traumjob erst gesucht und dann gefunden. Sie schreibt also aus eigener Erfahrung. Im Buch gibt es jede Menge Hilfen für die Suche: Detaillierte Fragen, verschiedene Themen und Vorschläge mit einer guten Portion Hintergrundwissen. Zum Beispiel erzählt die Autorin, wo Menschen dazu neigen, sich selbst gegenüber nicht ganz ehrlich zu sein (etwa aus Selbstschutz, wegen gelernter Verhaltensmuster). Deswegen rät sie, zu zweit auf die Suche nach dem Traumjob zu gehen bzw. sich „Hilfsdetektive“ zu besorgen. Auch mögliche Stolperfallen für diese Helferinnen oder Helfer nennt sie. Wie diese Unterstützer sein sollen, steht auch im Buch; wie man solche Leute findet, bleibt offen…




Durch das lebendige Netzwerk werden Frauen im Ingenieurberuf dabei unterstützt, ihre berufliche und persönliche Situation zu verbessern. Ingenieurinnen in unterschiedlichsten Fachgebieten und Funktionen, aus Industrie und Hochschulen wie auch Freiberuflerinnen und Selbständige sind im dib organisiert.


Sonntagmorgen, ein Statistikprof wird im Radio interviewt. Verschlafen höre ich hin und werde immer wacher. Er erzählt von seinem Buch. Das Schöne dabei ist, dass seinen Ausführungen auch Laien folgen können (und verschlafene Mathematikerinnen). Und das hat der Autor mit Bedacht so eingerichtet. Er hat sich bewusst für eine „populärwissenschaftliche“ Publikation entschieden. Nachdem ich das Buch durchgelesen habe, werde ich mir jetzt die typischen Fallstricke raussuchen, um sie bei Gelegenheit in meine Arbeit, die u. a. aus Gesprächen über unsere selbst erstellten Auswertungen besteht, einfließen zu lassen.

Nachdem unsere Museumsführerin uns schon etwas über historische Arbeitsplätze der Frauen erzählt hatte (Stichwort: Heimarbeit), kamen wir zu einer beeindruckenden Dampfmaschine. Die alten mechanischen Giganten sind immer noch sehr elegant. Und leider sehr gefährlich. Explosionen waren früher gar nicht so selten.
Das Kopftuch war der Vorläufer der modernen Sicherheitshelme. Enstanden ist die Vorschrift, das Kopftuch während der Arbeit zu tragen, weil die langen Haare immer mal wieder in die Webstühle geraten sind. Im Innenhof lernen wir etwas über die Sicherheit am Bau. Dazu gehören einfache, aber sehr wirksame mechanische Helfer für das Heben schwerer Lasten. Passend zum Bau gibt es einen Gabelstaplersimulator, mit dem frau eine Kiste aus einem Lagerregal in einen LKW verladen kann. Mit je einem Bildschirm vorne und hinten ist der Blick etwas eingeschränkt und die Hebel für die Gabel und Vorwärts- und Rückwärtsgang sind auch ungewohnt. Trotzdem landet die Kiste sicher im LKW.
Die alte Druckmaschine der DASA ist nicht nur beeindruckend groß, sondern hat auch einen gehörigen Lärmpegel. Wir müssen uns die Finger in die Ohren stecken. „Im Wettlauf der neuesten Nachrichten“ erfahre ich, dass seit 1984 der Computersatz und das Desktoppublishing in die Druckmediendomäne vordringen.
Es gibt hier aber nicht nur einen Einblick in die Arbeitgeschichte und die eigenen Fähigkeiten, sondern auch in den eigenen Körper. Sehtest, Blutdruckmessung, Waage mit Angabe des Körperfettanteils, Geräte zur Stärkung der Rückenmuskulatur (so eine Art „Wackelbrett“, auf dem ich auf einem Bein stehen sollte, ohne dass es sich bewegt). Wem die Werte auf dem Ausdruck der Waage gehören, verrate ich hier nicht.
Direkt neben dem Eingang wird gezeigt, wie der ideale Arbeitsplatz für ein langes, gesundes Arbeitsleben aussieht.
Diese Veranstaltung kommt von einem Kooperationspartner des 


Auf das Buch war ich schon gespannt. Umziehen macht den wenigsten Menschen Spaß, dieses Buch wird als Gegenbeweis angeführt. Soweit würde ich nicht gehen. Nichtsdestotrotz gefällt das Buch auf den ersten Blick: Das Cover ist ungewöhnlich hochwertig und sieht aus wie ein sicher verpackter Gegenstand. Packpaier mit rotem Klebeband mit Glassymbol „Vorsicht zerbrechlich“. Die Themenliste im Buch ist lang und deckt so ziemlich alles ab, was frau oder andere Großstadtnomaden beachten müssen. Leider ist das Buch für einen Umzugshelfer, der ja praktischerweise in die Jackentasche passen sollte, sehr groß und umfangreich. Dazu tragen die vielen Fotos bei, die zwar nett sind, die aber keinen Mehrwert darstellen. Weniger Fotos, dünneres Papier, und das Buch würde wirklich sogar in die Hosentasche der Jeans passen, die frau beim Umziehen üblicherweise trägt. Dafür könnte man aus meiner Sicht auch gern den Abschnitt, warum Frauen 100 und Männer 19 Paar Schuhe brauchen, weglassen – da komm ich nicht mal an die Männerempfehlung ran… Leider ist dafür das ein oder andere spannendere Thema etwas kurz geraten. Z. B. hätte ich mir bei der Überschrift „Anzeigentexte formulieren“ mehr erhofft als ein paar Hinweise zu Inhalten. Formulierungsbeispiele, Empfehlungen für verschiedene Suchwege (Zeitung, Aushang, Web) fehlen.