Weck die Chefin in Dir
Tja. Ich dachte, das ist ein Buch, das wieder mal nur billige Klischees wiederkäut und Männer-Frauen-Missverständnisse vermeintlich witzig durch den Kakao zieht. Falsch gedacht! Hier kann man wirklich etwas Handwerkszeug finden und etwas über Ursachen der Missverständnisse lernen!
Natürlich hakt es in Genderfragen an allen Ecken und Enden, das wissen die meisten von uns.
Wichtige Führungsattribute werden immer noch eher Männern als Frauen zugeschrieben. Frauen, die eine Karriere anstreben, tun gut daran, ungeschriebene Regeln zu kennen und zu nutzen. Sie dieses Spiel mitgestalten. Wer als Frau für eine internationale Karriere eine fremde Sprache zu lernen bereit ist, kann sich ebenso „maskulinisch“ aneignen, meint die Autorin. Voraussetzung dafür sind Akzeptanz und Wertschätzung einerseits. Andererseits muss ich, wenn ich Karriere machen möchte, die Funktionsweisen im Geschäftsleben verstehen lernen. Überholte Feindbilder mit „bösen“ Männern sind da kontraproduktiv. Es geht schlicht darum, das Spiel zu verstehen und diese Kenntnisse einzusetzen.
Sprache und Körpersprache sind der Kern, um den es in den Strategien und Tipps geht. Darunter die bewährten „Move Talk“-Tipps von Peter Modler. Die Autorin und Trainerin beschreibt scheinbar eherne männliche Glaubenssätze und typisch weibliche Blockaden. Selbstzweifel oder übermäßige Bescheidenheit… kommt Euch das bekannt vor…?
Im Buch lassen sich aussichtsreiche und erprobte Strategien finden, z. B. wie frau sich eine Gehalterhöhung besorgt oder sich Gehör verschafft, auch wenn Chef und Kollegen offensichtlich gar nicht hinhören und niemals richtig zuhören. Und man lernt den Umgang mit männlichen Grenzverletzungen, das Gewinnen einflussreicher Mentoren und den selbstbewusste Auftritt in Meetings und vor Versammlungen. Die Strategien enthalten meist kurze wahre Geschichten aus dem Arbeitsumfeld, die von Schwierigkeiten und Lösungsansätzen erzählen. Die Autorin gibt Tipps, wie sich Macht auch positiv einsetzen lässt. Mit diesem Wissen werden hinderliche Hemmungen vor Statussymbolen und Reviermarkierungen kleiner.
Die Autorin trainiert unter anderem weibliche Fach- und Führungskräfte. Der Mehrwert dabei: In den Trainingskommt immer ein männlicher Rollenspielpartner zu Wort. Das sind ganz normale Männer aus ganz normalen Berufen, die typisch männlich auf Ansprache und Verhalten der Frauen in Rollenspielen reagieren. Wie in den Trainings liefert auch im Buch eine männliche Stimme die männlichen Reaktionen auf weibliche Verhaltensweisen. Diesen Spiegel vorgehalten zu bekommen, verleiht dem Buch große Alltagstauglichkeit.
Fazit: Für Pragmatikerinnen. Nicht für Gesellschaftsveränderinnen mit dem Wunsch nach absoluter Gleichheit.
Themen
- Weisungen durchsetzen
- Gehör finden
- Kompetenz zeigen
- Eigene Position klar kommunizieren
- Selbstgemachte Fallstricke erkennen und vermeiden
- (Vermeintliche) Angriffe kontern
- Werte und Wertschätzung wahren – nur anders
Sigrid Meuselbach: „Weck die Chefin in dir. 40 Strategien für mehr Selbstbehauptung im Job“. Ariston 2015. 16,99 EUR. ISBN 978-3424201109.
Maria
„Botschaften in Bilder umsetzen“ – das vermittelt das Buch nach eigener Aussage. Der Fokus liegt dabei auf dem Präsentieren von Inhalten, u. a. gibt es fundierte Tipps für den Umgang mit PowerPoint. Sehr deutlich merkt man beim Vergleich von Medien (Beamerpräsentation vs. Flipchart) die Vorliebe der Autorin, was etwas unprofessionell erscheint. Auch übersetzt sie KISS falsch: „Keep it simple and stupid“. Die Definition, die ich kenne und die ich für treffend halte, lautet: „Keep it simple and short!“
Sind Männer doof, weil sie nur wenig reden? Und Frauen dämlich, weil sie die Männer totquatschen? Beides falsch. Ganz falsch. Beides ist gut und sogar wichtig.
Das postkartenkleine Buch erläutert Wege zu einer guten Fehlerkultur. Denn ein Fehler ist keine Katastrophe, wie man an den verschiedenen Empfehlungen hier sehen kann. Die Autorin zeigt an vielen Beispielen, wie sich Fehler als Chance oder Lernimpuls nutzen lassen. Sie erklärt auch, wie man mit Fehlern individuell und konstruktiv umgehen kann.


U, Z, M und O sind die Grundelemente, aus denen sich eine Glühbirne zeichnen lässt. Das Buch beschreibt Anwendung und Ausführung des Visual Facilitatings. So heißt die Technik, die aus Amerika nach Europa kommt, und bei der mit Skizzen Dialoge, Ideen und komplexe Sachverhalte quasi On-the-Fly visualisiert werden. Der Autor zeigt, wie und wo sich das in der Praxis anwenden lässt.




Für Zweifeln und Zaudern gibt es Gründe, besonders diesen: Entscheidungen sind genau dann nötig, wenn gute Gründe fehlen. Das macht aus vernünftigen – gut begründeten – Entscheidungen ein Paradoxon. Die Zusammenstellung wildert in den Texten der großen Denker der Entscheidung. Ergebnis: 111 Abschnitte loben Zweifeln und Zögern, verspotten und verhöhnen Entscheidungen in Wirtschaft und Politik, in Unternehmen und Behörden, in Organisationen – und die zugehörigen Entscheider, Manager, Hierarchen.
Ihr Studium Kommunikationsdesign in Mannheim (Schwerpunkte Transmediale Kommunikation, Markenmanagement, Kampagnenführung und Corporate Identity) hat sie mit der Masterarbeit „Ministerium für Glück und Wohlbefinden – Dokumentation einer transmedialen Kommunikationskampagne“ abgeschlossen.
Die Welt liegt vor uns, jederzeit – doch oft nehmen wir sie gar nicht mehr richtig wahr. Dabei wartet diese Welt nur darauf, von uns entdeckt und intensiv erlebt zu werden. Keri Smith schickt Neugierige auf überraschende, inspirierende und manchmal sinn-freie Forschungsreisen. Ihre Tourenvorschläge reichen von Expeditionen in den eigenen vier Wänden bis zur Erkundung der Räume im Alltag, vom Umherstreifen in der Nachbarschaft bis zu Fantasiereisen.
Endlich! Auch unser Leben ist gehackt! Wer auf der spontanten Party laute Musik vermisst, findet hier die Lösung. Juckende Mückenstiche, die den Sommer verderben, lassen sich mit Besteck bekämpfen… Und was tun, wenn schon wieder nur warmes Bier im Haus ist? Kräuter muss man nicht hacken, sondern kann sie bequem mit dem Pizzarad zerschneiden. Dieses Buch enthält smarte Ideen, die den Alltag einfacher machen.
Das Buch beschreibt die konzeptuelle Sicht und detaillierte Umsetzungshinweise für alle, die Informatik unterrichten wollen. Es erläutert insbesondere neuere Ansätze für die Lehre. Diese Erläuterungen sind ergänzt um Lernaktivitäten, die sich auf alle Level der schulischen und universitären Ausbildung beziehen. 30 Jahre Erfahrung von Fachleute sind das Fundament, sowohl aus der Praxis als auch aus der Bildungsforschung. Der Umfang ist weiter gefasst als vorgegebene Anweisungen, Lehrpläne, Programmiersprachen oder feste Denkmuster.
Das Format des Büchleins ist eher klein und leicht, absolut taschentauglich und zum Mitnehmen.
Angst vor dem Altwerden schleicht sich leicht ein: Dahinsiechen, Einsamkeit, Demenz, Armut, Verlust von selbstbestimmtem Leben – das hört sich alles nicht gut an. Der Autor ist gerade 50 geworden und möchte das Thema am liebsten verdrängen. Aber irgendwann dämmert ihm: Das ist die schlechteste Lösung. Er fragt sich: Wie kann ein würdevolles, lustiges und bezahlbares Leben im Alter aussehen und was muss man heute dafür tun?
„Wie von selbst ist das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, in dem die Utopie eines alten, müden Esels Wirklichkeit wird, zu unserem Leitfaden geworden.“ So finden – zuerst nur sieben – Leute einen Weg, wie sie ihre Idee nicht nur verwirklichen konnten, sondern auch nach dem Einzug gemeinsam voran kommen.





Der erste Eindruck ist gut: Die Gestaltung ist ansprechend, leicht nostalgisch angehaucht und die Fotos sind etwas ungewöhnlich, was ich sehr gelungen finde. Das Buch ist aufgeteilt nach Art und Weise: Kräuter, Gemüse, Obst und…. Praxis.