Reden aus dem Stand
Im Beruf oder privat, immer wieder kommt es vor, dass man auch ohne große Vorbereitung das Wort ergreifen muss. Ein kurzes Statement, eine Begrüßung oder Argumente, um Andere zu überzeugen. Solche Situationen gibt es im Alltag öfter als große Ansprachen oder Vorträge. Nebenbei, das spontante Sprechenkönnen ist ohnehin viel wichtiger, um beruflich voranzukommen. Wer diese Fähigkeit beherrscht, ist deutlich im Vorteil.
Das Buch hilft beim Lernen und gibt Tipps. Es vermittelt, wie man mit wenig Vorbereitung überzeugend auftritt. Und dann gibt es noch einen Notfallkoffer – naja, im Großen und Ganzen eher die Zusammenfassung der anderen Buchthemen mit einzelnen nützlichen Tipps. Trotzdem gut.
Dass der Autor selbst ein erfahrener Redner ist, ist offensichtlich. Seine kleine, feine, aber wichtige Unterscheidung zwischen Statement und Überzeugungsrede ist nur von einem Profi so eingängig zu erklären. Der Mann kennt sich aus! Das ist selten.
Alle Beispiele sind sehr, sehr gut gewählt, darunter welche für wirklich hilfreiche „Notfallsätze“: Falls mir nu spontan erst mal gar nix einfallen will. Dafür kann man die Notfallsätze vorbereiten und dann einfach aus der Tasche ziehen. Beispiel? Bittesehr: „Geben Sie mir eine Minute? Ich muss kurz meine Gedanken sortieren“ für die erste Schrecksekunde der Aufforderung oder „Auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, so ist es doch wichtig, dass wir einander zuhören. Vielen Dank, dass Sie mir zugehört haben“ für das Ende oder „Ich habe sehr viel Sympathie für Ihre Position, doch aus genannten Gründen kann ich nicht anders (als meine eben dargestellte eigene Position einzunehmen)“ für eine abschließende Einschätzung. Die Beispiele sind aus dem Leben, treffend und abseits von schon 1000-fach gehörten Floskeln. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, Respekt.
Die Tipps sind kurz und allesamt leicht verständlich. (Nicht ganz so leicht umzusetzen, aber das liegt in der Natur der Sache. Übung hilft!) Der Stil wechselt elegant und gleichzeitig selbstverständlich zwischen weiblicher und männlicher Form (grob nach dem Muster männlich – weiblich: Er fragte die Expertin).
Insgesamt behandelt das kleine Büchlein ein überaus interessantes Thema und das mit einem ebenfalls interessanten Themenmix. Nur die Erklärung zum Elevator Pitch lässt die explizite Nennung einer Struktur vermissen; diese Struktur zu kennen, wäre sehr hilfreich, auch wenn natürlich in der Praxis die starre Struktur immer auch mit Vorsicht zu genießen ist. Fürs Verständnis wäre es trotzdem wichtig gewesen.
Fazit: Fundiert, schnell gelesen und mit hohem Wert für die Leserin
Themen
- Sich selbst und andere vorstellen
- Begrüßungsrede
- Überzeugungs- und Ermutigungsrede
- Informieren: Bericht und Statement
- Wie einem die passenden Sätze einfallen
- Kompetenz ausstrahlen
- Ideen kommen beim Sprechen
- Publikum und maßgebliche Leute, die da drin sitzen
- Orientierungshilfe fürs Publikum
- Struktur
- Zwei-Punkte-Argumentation
- Stimme und Körpersprache
Matthias Nölke: „Reden aus dem Stan. Mehr Sicherheit für den spontanen Auftritt“. C. H. Beck 2015. 6,90 EUR. ISBN 978-3-406-67421-1.
Maria
Immer mehr Organisationen setzen auf selbstorganisierte Teams. Manager müssen diese Transformation begleiten, ohne genau zu wissen, was ihre Rolle nach dem Übergang sein wird. Und wenn sie sich selbst nicht mitverändern, können sie eher zum Hindernis als zum motivierenden Faktor werden.
Die Bandbreite der Methoden reicht von Kommunikation über gute Meetingkultur bis hin zur Konfliktmoderation. Ziemlich gut und kurz erklärt wird die „Gewaltfreie Kommunikation“ von Rosenberg. Aus den lösungsfokussierten Prinzipien greife ich z. B. das lösungs- und zielorientierte Formulieren heraus: Nach den Details des Ziels oder der Lösung einerseits suchen (lassen) und andererseits nur das Notwendigste zum Problem erfragen. Probleme dabei trotzdem von der Seele reden lassen, soweit das hilft. Bei „Fehlern“ mit (vermeintlichen) Verursachern kommunizieren – es könnte eine bewusste Entscheidung mit guter Absicht dahinter stecken – sehr wahrscheinlich sogar!


Der Nachthimmel über England ist dunkel. Sehr dunkel.
Hirnforschung ist Hilfe zur Entdeckung der großen Fragen des Zusammenlebens. Anders als die anderen Bücher über Hirnforschung, die ich kenne, stellt dies die Interaktion zwischen Menschen und die Wechselwirkungen der beteiligten Gehirne in den Mittelpunkt.
Das Buch bietet einen lockeren und sehr motivierenden Zugang zur eigenen Zeichenkunst. Nach dem Motto: Wichtig ist nicht, was man kann, sondern dass man es tut.
Der 13-jährige Connor hat’s gerade gar nicht leicht in seinem Leben. Seine Mutter ist sehr krank, die Mitschüler sind fies, der Vater lebt mit der kleinen Halbschwester und seiner Frau in Amerika und dann… ist da noch dieses Monster. Vor dem hat er aber keine Angst, Angst hat er vor seinen eigenen inneren Bildern, die in einem monströsen Albtraum Nacht für Nacht wiederkehren. Und dann ist es 0:07 h, sieben Minuten nach Mitternacht. Immer und immer wieder.
Das Buch erläutert verständlich und umsetzbar, was eine gute Präsentation ausmacht: Aufbau und Stil eines Vortrags, Körpersprache und der Umgang mit Nervosität, der richtige Einsatz von Folien und vor allem das Eingehen aufs Publikum.
Wie kommt ein erfolgreicher IT-Unternehmer dazu, ein Buch über Glück zu schreiben? Einer der Gründe dafür ist, dass der Autor selbst bereits mal sehr unglücklich (sprich depressiv) war, und zwar während seiner Abivorbereitungen. Er hat dann später einen Weg gefunden, diese Erfahrungen mit seinem Wissen als Manager zu verknüpfen.
Zur Lösung komplexer Fragestellungen braucht man besondere Methoden und Perspektiven. Mit anderen Worten: Organisationswerkzeuge, die die Komplexität von Märkten und (Wissens-)Arbeit berücksichtigen. Im Buch enthalten sind Vorschläge, mit deren Hilfe sich Organisationen für turbulente Zeiten wappnen können, passend für Start-ups, Mittelständler und Konzerne.
Die CSS-Expertin stellt in ihrem Buch Techniken und Tipps vor, mit denen CSS-Entwickler*innen typische Webdesign-Probleme lösen können. Designprinzipien und UX-Verbesserungen werden beschrieben, hauptsächlich geht es aber um die Lösung von Webdesign-Problemen mittels tieferem Codeverständnis. Entsprechend besteht die Zielgruppe aus allen, die in der CSS-Entwicklung auf einem mittleren bis hohen Niveau sind. Sie lernen, bekannte Features neu zu nutzen, sie lernen wenig bekannte CSS-Möglichkeiten kennen und sie lernen – vor allem – CSS zur Problemlösung einzusetzen. Durch die Darstellung der verschiedenen Techniken kann man die eigenen Fähigkeiten, wartbaren, flexiblen und standardkonformen DRY-Code zu schreiben, verbessern.
Jede kennt das: Man fasst einen lobenswerten Vorsatz, beginnt vielleicht auch tatsächlich mit der Umsetzung, aber dann siegen wieder Bequemlichkeit und alte Gewohnheiten. Vom guten Vorsatz bleibt nichts mehr übrig. Das Buch greift das Prinzip der kleinen Schritte auf – und zwar als ganz, ganz minikleine Schritte… Der Trick: Die extrem geringen Anforderungen, die man an sich selbst stellt, machen dem Gehirn ein Scheitern sehr, sehr schwer. Die erwünschten Veränderungen in der Lebensführung, die üblicherweise schwerfallen, erreicht man so leichter.
Hope Jahren erzählt über ihr Lebensgeschichte in der Wissenschaft und in der Natur. Es geht um Pflanzen, Liebe und Alltag und um die Welt der Wissenschaft.