Sommerakademie für den Nachwuchs
Kognitive Mathematik für Schülerinnen und Schüler
Die Sommerakademie zu mathematischen Denk-, Lern- und Lehrprozessen hat in diesem Jahr zum 5. Mal stattgefunden. Schülerinnen und Schüler verbringen eine Woche ihrer Schulferien im Kloster, um sich mit Mathematik zu beschäftigen. Klingt unheimlich trocken, ist es aber nicht. Denn es geht nicht um bloße Formeln und reines Pauken. Im Fokus steht vielmehr die Denkforschung – ein Thema, das im Alltag selten zu erleben ist.
Als Gast durfte ich während einer Videoanalyse zusehen, bei der die jungen Denkforscherinnen und -forscher über unterschiedliche Unterrichtsstile diskutieren konnten. Sie haben die gezeigten Sequenzen mit ihren eigenen Erfahrungen verglichen und haben sehr kritisch begutachtet, wie die Lehrperson mit der Mathematikklasse umgeht.
Da gibt es natürlich einmal den klassischen Unterrichtsstil: Die meiste Zeit spricht der Lehrer, er fragt Wissen ab und korrigiert Fehler. Eine andere Methode besteht darin, die Schulklasse selbst in der Gruppe erarbeiten zu lassen, wie der Lösungsweg zu einer Aufgabe oder einem Problem aussieht und wo warum welche Fehler passieren. Dabei agiert die Lehrerin eher im Hintergrund als Moderatorin denn als Vortragende. Diese beiden Methoden wurden in meiner Lerngruppe im Kloster Ohrbeck heftig diskutiert. Leidenschaftlich plädierten die Mädchen und Jungs dafür, dass der klassische Unterrichtsstil die Schwachen weniger unterstützt (und überhaupt ungeeignet ist). Durch das gegenseitige Erklären erarbeitet sich eine Klasse im Gegensatz dazu nicht nur den Lösungsweg einer Aufgabe, sondern auch die Fähigkeit, einen solchen verständlich zu erklären.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst beschreiben die Sommerakademie so:
"Ich habe viele neue Erkenntnisse über […] Perspektiven von Lehrern gewonnen." (2004)
"Tiefe Einblicke in das menschliche Denken, nette Leute und anspruchsvolle Mathematik sind gute Zutaten für die letzte Ferienwoche." (2003)
"Die Sommerakademie hat mich motiviert, schon während meiner Schulzeit mit dem Studium zu beginnen." (2002)
Frau Prof. Dr. Christa Kaune, Mit-Organisatorin, hat mir Rede und Antwort gestanden. Sie ist schon seit 2002 mit der Sommerakademie verbunden. Außerhalb der Akademie ist sie Apl. Professorin am Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Osnabrück an der Universität in Osnabrück.
Maria: Was ist die Idee hinter der Sommerakademie und wie ist sie entstanden?
Prof. Dr. Kaune: Seit etwa 20 Jahren ist zu beobachten, dass nur noch selten intellektuell
leistungsfähige Abiturienten sich für ein Lehramtsstudium entscheiden. Sie können
sich nicht vorstellen, dass es im Umfeld von Lehren und Lernen spannende
Forschungsfragen gibt. Das Wissen um die Existenz von spannenden Forschungsfragen
und der Kontakt zu Forschungsgruppen, die sich deren Bearbeitung annehmen, ist aber
Voraussetzung dafür, dass sich herausragende Abiturienten für eine solche
Studienrichtung interessieren. Um diesem Informationsdefizit entgegen zu wirken,
wird eine Sommerakademie "Kognitive Mathematik: Mathematische
Denk-Lern-Lehrprozesse" durchgeführt, zu der leistungsstarke, offene und neugierige
Schülerinnen und Schüler der Kursstufe eingeladen sind.
Maria: Die Robert-Bosch-Stiftung finanziert das Ganze. Seit wann und wie lange noch? Und was passiert, wenn diese Förderung ausläuft?
Prof. Dr. Kaune: Die ersten 3 Jahre hat die RBS die Sommerakademie ganz gefördert, 2005 und 2006 etwa zur Hälfte, der Rest ist von der Universitätsgesellschaft Osnabrück übernommen
worden. 2007 wird die Unigesellschaft die eine Hälfte übernehmen, die Finanzierung
der zweiten Hälfte ist noch offen.
Maria: Wieviele Schülerinnen und Schüler nehmen dieses Jahr teil? Wie alt sind sie? Ist der Mädchenanteil immer etwa gleich hoch?
Prof. Dr. Kaune: 13 Teilnehmer der Klassen 12 und 13 (gerechnet auf das jetzt begonnene Schuljahr). Der Mädchenanteil ist ausgeglichen; wir achten bei der Auswahl der Bewerber etwas darauf.
Maria: Was interessiert die Mädchen? Haben Mädchen andere Gründe für die Teilnahme an der Akademie als Jungs?
Prof. Dr. Kaune: In allen fünf Akademien sind geschlechtsspezifische Unterschiede nicht sichtbar geworden.
Maria: Spielt der besondere Veranstaltungsort im Kloster eine Rolle für die Entscheidung zur Teilnahme? Welche Rolle spielt die außerschulische Veranstaltungsform (Vorlesungen, Übungen, Vorträge, Experimente, Diskussionen über eine ganze Woche)?
Prof. Dr. Kaune: Es hat sich noch kein Teilnehmer in diese Richtung geäußert, wohl wissen die Teilnehmer im Nachhinein die besondere Atmosphäre zu schätzen. Zur Veranstaltsform: Die Vielfalt der Themen und Methoden wird geschätzt.
Maria: Was ist die besondere Lernkultur bei der Sommerakademie? Wie schaffen Sie es, mathematische Inhalte in neuen didaktischen Konzepten an die Schülerin und den Schüler zu bringen?
Prof. Dr. Kaune: Durch eine an den Ergebnissen mathematikdidaktischer Forschung orientierte
Unterrichtsgestaltung.
Maria: Viele Leserinnen der Zeitung lehren an der Universität Studierende. Was empfehlen Sie als Fachfrau für die Unterrichtsvorbereitung? Wie kann frau bei begrenztem Zeitbudget guten Unterricht leisten?
Prof. Dr. Kaune: Es ist zu unterscheiden zwischen Unterricht in einer allgemeinbildenden Schule und den universitären Vorlesungen. Die Unterrichtsplanung sollte an den Ergebnissen mathematikdidaktischer Forschung orientiert sein und insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:
Orientierung an den individuellen Denkprozessen der Lernenden,
Verstärkung der metakognitiven Aktivitäten der Lernenden,
Etablierung einer diskursiven Unterrichtskultur.
Maria: Vielen Dank für das Gespräch!
Maria
von Maria
Schwarzweiß-Fotos vermitteln ein ungewohntes Bild. Ihr Ausdrucksmittel ist der Kontrast. Die Bildaussage wird konzentriert auf den Inhalt, wenn die Farben weggelassen werden. Vor allem die Beherrschung des Kontrastes – im technischen wie im gestalterischen Sinn – unterscheidet Spitzenfotos von Allerweltsaufnahmen.
Ruby ist schon länger in aller Munde, wenn es darum geht, effiziente Webanwendungen zu entwickeln. Durch die Einbindung von AJAX ist das Buch „Ruby on Rails“ nochmal interessanter. Leider ist der Schreibstil schlecht. Flappsig zu formulieren sollte sich nur erlauben, wer (trotzdem) sehr gut erklären kann. Zum Beispiel ist die Erklärung des Model-View-Controller-Konzepts für Kennerinnen überflüssig; Leserinnen, die das Konzept nicht kennen, können mit der Erklärung nichts anfangen. Es werden immer wieder dieselben Phrasen wiederholt, selbst Anwendungs- und Codebeispiele kommen schwammig daher.












Süß und unschuldig sitzen vier Hunde auf dem Tisch, neben ihnen ein paar orange Bälle, rosa Plastikknochen und schwarz-weiß-karierte Pfosten.
Am letzten Dienstag haben immerhin drei if-Frauen die Themen um so schöne Schlagwörter wie "6-Hut-Methode" oder "Frauen in die Informatik" bereichert. Leider konnte die geballte Frauen-Power nicht verhindern, dass immer wieder platte Sex-Witzchen gerissen wurden. Die Truppe war schon mal besser… aber das Publikum eben auch.
Wie immer hervorragend war der Pianist Ezzat Nashashibi. Seine improvisierte Begleitung der Szenen war unaufdringlich und stets passend. In einer eigenen Nummer interpretierte er auf Zuruf das Volkslied "Hoch auf dem gelben Wagen" im Stile Mozarts, Gershwins und Fanny Mendelssohns. Hier regnete es so viele Rosen wie sonst nirgends!
Natürlich wurden auch Schwämme geworfen, etwa bei platten Baguette-Witzen in einer längeren Szene auf dem Eiffelturm. Und wenn ich mich nicht auf meine früheren Erfahrungen verlassen und mehr Rosen als Schwämme gekauft hätte, wären noch einige mehr den SchauspielerInnen vor die Füße geflogen.
Onlinerecht ist nicht gerade das Lieblingsthema von Website-Betreiberinnen. Nichtsdestotrotz ist es geboten, sich in der Materie ein wenig auszukennen. Dabei hilft dieses Buch eines Experten.
Nach ein paar organisatorischen Hinweisen durfte dann endlich unsere prominente Besucherin sprechen: Zaheda Bhorat erzählte uns die Google-Story. Darf ich vorstellen: Bhorat, Zaheda Bhorat.