Sonnenstrom, wenn’s regnet? Wer auf die Idee kam, und bei welcher Gelegenheit, das ist nicht überliefert. Aber was daraus geworden ist und wie es funktioniert, das klingt spannend! Und es passt doch hervorragend zum wechseltwetterigen April ;-)
Das Prinzip: Strom aus Reibung
Triboelektrische Nanogeneratoren (TENG) nutzen ein physikalisches Prinzip, das jede aus dem Alltag kennt: Wenn zwei Materialien mit unterschiedlicher Leitfähigkeit in Kontakt kommen, tauschen sie Elektronen aus und laden sich gegensätzlich auf. Werden sie wieder getrennt, entsteht eine Spannung, und über Elektroden lässt sich ein Strom ableiten. Das passiert ja auch, wenn man einen Luftballon an der Kleidung reibt oder frisch getrocknete Haare mit einem Plastikkamm kämmt.
Dieser Effekt wird genutzt, um (mehr) regenerativen Strom zu erzeugen. Ein Regentropfen, der auf eine speziell beschichtete Oberfläche trifft, erzeugt beim Aufprall und beim Heruntergleiten einen kurzen Stromimpuls. Die TENG-Schichten sind transparent, so dass Sonnenlicht ungehindert auf die darunter liegenden Solarzellen treffen kann. Die Miniaturgeneratoren beeinträchtigen die Photovoltaik-Leistung also nicht, sondern ergänzen sie.
Eine Schicht, zwei Funktionen
Forscherinnen und Forscher aus Sevilla rund um Carmen López-Santos heben die Idee nun auf ein neues Level. Sie entwickelten eine nur etwa 100 bis 130 nm dünne Schicht aus fluoriertem Kunststoff, die chemisch mit Teflon verwandt ist. Ein menschliches Haar ist rund 1.000-mal dicker. Aufgebracht wird die Schicht per plasmagestützter Gasphasenabscheidung (PECVD).
Die Schicht / Oberfläche erfüllt laut den Forschenden gleichzeitig zwei Aufgaben:
- Sie wirkt als Schutzkapsel: Sie macht die Oberfläche wasserabweisend. Der Kontaktwinkel von Wassertropfen verdoppelt sich gegenüber der unbeschichteten Zelle auf rund 110 °. Damit schützt sie die empfindlichen Perowskitzellen vor Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Außerdem verbessert sie als Antireflexschicht die Lichtdurchlässigkeit auf über 90 % und blockiert gleichzeitig schädliche UV-Strahlung.
- Sie besitzt triboelektrische Eigenschaften: Die chemische Zusammensetzung bewirkt, dass ein hoher Anteil stark elektronegativer Fluorgruppen (und zwar: CF₂ und CF₃ – zusammen 36,4 % der Oberflächenzusammensetzung) den triboelektrischen Effekt beim Tropfenaufprall maximiert.
110 V aus einem einzigen Tropfen
Ein einzelner Regentropfen könne beim Aufprall auf die Beschichtung bis zu 110 V Leerlaufspannung erzeugen, meldeten die Leute aus Spanien. Die maximale Leistungsdichte betrage rund 4 mW/cm².
Getestet wurde mit echtem Regenwasser aus Sevilla. Im Dauertest behielt der Nanogenerator nach mehr als 17.000 Tropfen noch über 85 % seiner ursprünglichen Leistung.
Mehr Infos
Maria



Skandinavien ist schon wieder weiter als der Rest der Welt…Als Dumbphone bezeichnet man ein einfaches Handy mit einem Minimum an Funktionen. Es kann Telefonieren und SMS-Schreiben, hat oft einen Wecker oder Kalender dabei, darüber hinaus kaum Internet und keine Apps.
Die Idee vom Bürstenbau hat Kristina aufgegriffen und es als Kinderprogramm auf einem Kunsthandwerkermarkt angeboten. (Bei Kinderbespaßung wird ja sonst oft „gemalt“, jedoch kaum „technisch gebastelt“). Das Basteln kam gut bei den Kindern an.



Fünf Jahre lang begleitet ein Fotograf wilde Luchse im Bayerischen Wald. Die Bilder sind sehr schön, zeigen Charaktere und Landschaften, Lebensräume, Morgenstimmung und nächtliches Treiben. Von Begegnungen mit fünf besonderen Luchsen erzählen einfühlsame Geschichten über: Mech, Becher, Stefan, Stummel und Kassandra.
„Das Grand Hotel der Gefühle“ ist ein Buch für Kinder – aber nicht nur. Damit können Klein und Groß aktiv werden. Das Mitmachbuch lädt ein zu Gedanken und Gesprächen über den Umgang mit Gefühlen.




Das Buch ist empfehlenswert. Der Autor ist lebenserfahren, klug, reflektiert und informiert. Ein bisschen fühle ich mich beim Lesen wie die Großnichte, die ihrem Großonkel gern beim Erzählen und Philosophieren über das Leben zuhört. Weil es mir weiterhilft!

Städte lebenswerter, gerechter und widerstandsfähiger machen – geht das? Das geht!
