Solarzelle nutzt Regentropfenkraft

Solarzelle mit Regentropfen und Sonnenstrahlen zwischen Wolken hindurch

Sonnenstrom, wenn’s regnet? Wer auf die Idee kam, und bei welcher Gelegenheit, das ist nicht überliefert. Aber was daraus geworden ist und wie es funktioniert, das klingt spannend! Und es passt doch hervorragend zum wechseltwetterigen April ;-)

Das Prinzip: Strom aus Reibung

Triboelektrische Nanogeneratoren (TENG) nutzen ein physikalisches Prinzip, das jede aus dem Alltag kennt: Wenn zwei Materialien mit unterschiedlicher Leitfähigkeit in Kontakt kommen, tauschen sie Elektronen aus und laden sich gegensätzlich auf. Werden sie wieder getrennt, entsteht eine Spannung, und über Elektroden lässt sich ein Strom ableiten. Das passiert ja auch, wenn man einen Luftballon an der Kleidung reibt oder frisch getrocknete Haare mit einem Plastikkamm kämmt.

Dieser Effekt wird genutzt, um (mehr) regenerativen Strom zu erzeugen. Ein Regentropfen, der auf eine speziell beschichtete Oberfläche trifft, erzeugt beim Aufprall und beim Heruntergleiten einen kurzen Stromimpuls. Die TENG-Schichten sind transparent, so dass Sonnenlicht ungehindert auf die darunter liegenden Solarzellen treffen kann. Die Miniaturgeneratoren beeinträchtigen die Photovoltaik-Leistung also nicht, sondern ergänzen sie.

Eine Schicht, zwei Funktionen

Forscherinnen und Forscher aus Sevilla rund um Carmen López-Santos heben die Idee nun auf ein neues Level. Sie entwickelten eine nur etwa 100 bis 130 nm dünne Schicht aus fluoriertem Kunststoff, die chemisch mit Teflon verwandt ist. Ein menschliches Haar ist rund 1.000-mal dicker. Aufgebracht wird die Schicht per plasmagestützter Gasphasenabscheidung (PECVD).

Die Schicht / Oberfläche erfüllt laut den Forschenden gleichzeitig zwei Aufgaben:

  1. Sie wirkt als Schutzkapsel: Sie macht die Oberfläche wasserabweisend. Der Kontaktwinkel von Wassertropfen verdoppelt sich gegenüber der unbeschichteten Zelle auf rund 110 °. Damit schützt sie die empfindlichen Perowskitzellen vor Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Außerdem verbessert sie als Antireflexschicht die Lichtdurchlässigkeit auf über 90 % und blockiert gleichzeitig schädliche UV-Strahlung.
  2. Sie besitzt  triboelektrische Eigenschaften: Die chemische Zusammensetzung bewirkt, dass ein hoher Anteil stark elektronegativer Fluorgruppen (und zwar: CF₂ und CF₃ – zusammen 36,4 % der Oberflächenzusammensetzung) den triboelektrischen Effekt beim Tropfenaufprall maximiert.

110 V aus einem einzigen Tropfen

Ein einzelner Regentropfen könne beim Aufprall auf die Beschichtung bis zu 110 V Leerlaufspannung erzeugen, meldeten die Leute aus Spanien. Die maximale Leistungsdichte betrage rund 4 mW/cm².

Getestet wurde mit echtem Regenwasser aus Sevilla. Im Dauertest behielt der Nanogenerator nach mehr als 17.000 Tropfen noch über 85 % seiner ursprünglichen Leistung.

Mehr Infos

www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/110-volt-pro-regentropfen-diese-solarzelle-liefert-strom-wenn-es-regnet

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Souvenir gefällig?

Echtes, lebendes Possum hockt zwischen Kuscheltieren im Regal
Neulich, irgendwo in Australien.

Naja, nicht irgendwo, sondern in Hobart am Flughafen, 18. März 2026: „After hiding in toy animals in airport gift shop… possum shocks staff“

Das ist mal eine Ansage: Kauf mich oder ich sterb aus! Naja, ich glaube, da übertreibt es etwas. Denn Possums galten in den 2000ern auf Neuseeland immerhin noch als Plage (gelistet unter den 100 gefährlichsten Neobiota)…

Mehr Infos: www.watson.de/panorama/good-news/329003613-urlaub-possum-ueberrascht-reisende-am-flughafen-in-australien

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Solarpunk

Gute Aussicht: Zukunft

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Solarpunk dreht sich um grüne Städte, in denen Parks und Gärten mehr Raum einnehmen als Asphalt. Wo es Häuser gibt, die Energie erzeugen statt verbrauchen. Wenn Gemeinschaften ihre Ressourcen selbst verwalten. Eng verwandt mit Hopepunk.

Es gibt bereits: Gebäude aus Myzelium, Singapur als „Stadt im Garten“, das Ökodorf Tamera in Portugal oder Bosco Verticale („senkrechter Wald“) in Mailand. Und es geht weiter, jede Menge Leute forschen an solchen Ideen, setzen sie um, finden Finanzierungsmöglichkeiten.

Kurzgeschichtensammlungen wie Solarpunk: Ecological and Fanstatical Stories (2018) oder Filmprojekte wie Dear Alice (2021) weiten den Horizont und machen Lust auf „Morgen“.

Wer’s genauer nachlesen möchte: The Solarpunk Manifesto (2014) unter
https://iandennismiller.github.io/solarpunk/manifesto/english.html zum Nachlesen oder https://open.spotify.com/episode/3zfHnlqIXBOTw1sj15aftb zum Nachhören

Mehr Infos

https://de.wikipedia.org/wiki/Solarpunk

www.tor-online.de/magazin/science-fiction/solarpunk-alles-was-du-ueber-das-genre-wissen-musst

www.deutschlandfunkkultur.de/die-solarpunk-bewegung-genug-von-der-klima-apokalypse-podcast-dlf-kultur-d5e31986-100.html

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Trend Dänemark: Dumbphone

Smartphone war gestern

Skandinavien ist schon wieder weiter als der Rest der Welt…Als Dumbphone bezeichnet man ein einfaches Handy mit einem Minimum an Funktionen. Es kann Telefonieren und SMS-Schreiben, hat oft einen Wecker oder Kalender dabei, darüber hinaus kaum Internet und keine Apps.

Dumbphones eignen sich für digitale Auszeiten, als robuste Begleiter bei Outdoor-Aktivitäten oder als einfache Geräte für Kinder, Jugendliche und Ältere oder Leute, die weniger Unüberschaubarkeit bevorzugen. Das Schöne: Sie sind langlebig, leicht zu bedienen und bei Verlust leichter zu ersetzen als Smartphones. Damit stellen sie eine praktische Alternative für alle dar, die auf unnötigen Schnickschnack verzichten möchten oder sollten (Stichwort Kids).

Mehr Infos

www.hmd.com/en_int/blog/dumbphones-in-danish-schools
und
www.businessinsider.de/insider-picks/technik/dumbphones-warum-dumme-handys-immer-beliebter-werden-cc

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Kids & Bürstenroboter

Kinderspaß

Gebastelter RoboterGebastelte ErgebnisseDie Idee vom Bürstenbau hat Kristina aufgegriffen und es als Kinderprogramm auf einem Kunsthandwerkermarkt angeboten. (Bei Kinderbespaßung wird ja sonst oft „gemalt“, jedoch kaum „technisch gebastelt“). Das Basteln kam gut bei den Kindern an.

Am Schluss gab es ein Bürstenroboter-Wettrennen.

Danke an Kristina – für’s Teilen und natürlich noch mehr für’s Machen!!!

Mehr Infos

Zielgerade (Holzbrett)
Buchtipp: „Digital genial: Elektrizität und Stromkreise

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Was genau ist eigentlich die Zeit? Und ist sie für alle gleich?

Der Uhr auf der Spur

Wann? 10. bis 30. Mai 2027
Wo? Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn

Im kleinen Städtchen „Jederzeit“ begegnen Kinder von 3 bis 7 Jahren verschiedenen Figuren, die ihren eigenen zeitlichen Rhythmus vorstellen: Vom Bäcker über den Gärtner bis zum Feuerwehrmann. Früh, ausgerichtet an Jahreszeiten und immer in Eile. An 14 interaktiven Stationen entdecken die Kinder unterschiedliche Zeitkonzepte und erfahren, dass jeder Beruf seinen eigenen Takt hat.

Auf einer abenteuerlichen Zeitexpedition für Kinder ab 8 Jahren führt ein persönliches Uhrarmband zu fünf spannenden Zeitorten. Dort treffen sie auf Fachleute aus Physik, Mathematik, Geschichte und Biologie, die ihre jeweiligen Dimensionen von Zeit vorstellen. Mit viel Spiel und Interaktion gehen die Kinder dem Geheimnis der Zeit auf die Spur.

Ein Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung.

„Der Uhr auf der Spur“ ist eine Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und des Grazer Kindermuseums FRida & freD.

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Informatikbegeistert, 16, 17, 18… und Schülerin? Sommercamp!

Sommercamp D-School / HPI

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Raus aus dem digitalen Raum, hinein ins echte Campusleben. Ein Sommerabenteuer voll mit Informatik und spannenden Projekten.

Das HPI-Sommercamp richtet sich an Schüler:innen ab 16 Jahren, die Informatik intensiv kennenlernen möchten. Eine Woche lang erleben sie auf dem Campus in Potsdam, wie moderne Informatik funktioniert.

Programm

  • Praxisnahe Workshops & Projekte
  • Vorlesungen und Übungen
  • Arbeit an aktuellen Informatik-Fragestellungen
  • Austausch mit anderen informatikbegeisterten Jugendlichen

Das Sommercamp eignet sich besonders für Schüler:innen, die herausfinden möchten, ob ein Informatikstudium zu ihnen passt.

Bewerbungsinfos

Wann? Bewerbung bis zum 15. Apr. 2026
Sommercamp: 17. bis  21. Jul. 2026
Wo? Potsdam

Wie? Per Link: https://hpi.de/bewerbung/2026/hpi-sommercamp-2026/ Weitere Informationen findet ihr hier: https://hpi.de/studium/hpi-schuelerakademie/sommercamp

Mehr Infos

https://hpi.de/bewerbung/2026/hpi-sommercamp-2026
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Fährten, Fotos und Fakten: Großkatze in der Nachbarschaft

Luchs

CoverFünf Jahre lang begleitet ein Fotograf wilde Luchse im Bayerischen Wald. Die Bilder sind sehr schön, zeigen Charaktere und Landschaften, Lebensräume, Morgenstimmung und nächtliches Treiben. Von Begegnungen mit fünf besonderen Luchsen erzählen einfühlsame Geschichten über: Mech, Becher, Stefan, Stummel und Kassandra.

Der Bildband mit Erzählseiten ist eine Einladung zu einer gelungenen Mischung von Durchblättern und Durchlesen.

Fundiert werden die Texte durch einen Beitrag des Luchs-Experten Marco Heurich zur Ökologie, Wiederansiedlung und Zukunft des Luchses in Mitteleuropa.

Fazit: Sehr schön, super auch als Geschenk geeignet!

Luchs läuft durch hohe Gräser

Themen

  • Perspektiven: Fotomotiv, Naturerzählung, Wissenschaft
  • Lebenszeichen
  • Mein Weg zum Luchs
  • Tagebuch Tierfotografie
  • Frühling, Winter
  • Kamerafalle als Fotograf
  • (Über-) Leben und Liebe
  • Kulturgeschichte Lynx
  • Luchs-Schutz und warum das so eine gute Idee ist

Berndt Fischer & Marco Heurich: „Luchs. Schattenwesen und Lichtgestalt. 5 Jahre Luchsbegegnungen – Bilder und ihre Geschichten“. oekom 2026. 35,- EUR. ISBN 978-3-98726-193-0.

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Gefühle finden, betrachten, kennenlernen

Das Grand Hotel der Gefühle

Cover „Das Grand Hotel der Gefühle“ ist ein Buch für Kinder – aber nicht nur. Damit können Klein und Groß aktiv werden. Das Mitmachbuch lädt ein zu Gedanken und Gesprächen über den Umgang mit Gefühlen.

Ob Freude, Wut, Angst oder Dankbarkeit – alle Gefühle bekommen ihren Platz.

Dazu lässt es sich wunderbar direkt im Buch Zeichnen, Schreiben und Ausmalen – alles drin. Jede Seite lädt dazu ein, sich mit einem oder einigen Gefühlen auseinanderzusetzen – angenehmen und schwierigen.

Manchmal durchaus anspruchsvoll; ich merke, da kann ich auch noch was lernen. Wie beantworte ich bloß sowas: „Wie passt dieses Gefühl zu anderen Gefühlen, die Du in der letzten Zeit hattest?“ Ui ui ui. Was war denn in letzter Zeit so alles bei mir los…?

Dann wieder total spielerisch: Am Anfang darf ich meinen Pass der Hoteldirektion ausfüllen, inklusive Porträtmalen :o) Und ich darf auch mein Hotel skizzieren und nach Lust und Laune ausmalen und ausstatten. Dazu bekomme ich eine kleine Inspirationsbibliothek mit Formen für Fenster, Türen, Gebäude, …

Meine Highlights

  • Toll: Eine Seite mit Beispielformulierungen, wie man um Hilfe bitten kann, wenn es einem nicht gut geht. Plus Platz, um eigene Formulierungen zu ergänzen.
  • Hilfreiche Ideen, wie man die Angst beruhigen kann.

„Also machen wir uns auf die Reise in dein persönliches Grand Hotel – und entdecken all die wunderbaren Gefühle, die dich jeden Tag besuchen!“

Fazit: Schön gestaltet und gut für’s Leben

In die Rolle schlüpfen mit Rollenbeispielen und Bilderrahmen zum Ausmalen

Themen

  • Gefühle benennen und ausdrücken
  • Sich selbst und andere besser verstehen
  • Strategien für den Umgang mit Emotionen entwickeln

Lidia Branković: „Das Grand Hotel der Gefühle Mitmachbuch“. Ab 6 Jahren. Hatje Cantz 202. 15,- EUR . ISBN 978-3-7757-6115-4.

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28. März: Earth Hour hat Jubiläum

Dunkelschalten für’s Klima

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Die Aktion des WWF (World Wide Fund For Nature) wird in diesem Jahr bereits 60 Jahre alt. Wow… und wir struggeln immer noch am Wandel für eine bessere Zukunft. Nun ja. Lass mal das Licht löschen, damit es sich auch in den dunkelsten Ecken rumspricht.

In Deutschland machen insbesondere auch viele Städte mit.

Wann? 8. Mär. 2026 um 20.30 h Ortszeit – na klar, für 1 Stunde, also bis 21:30 h

Bitte gern weitersagen!

Mehr Infos

www.earthhour.org
www.wwf.de/earth-hour
www.staedtetag.de/veranstaltungen/2026/wwf-earth-hour

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2. April: Welt-Autismus-Tag

Ein Tag für „Innies“

Autismus… immer wieder auch ein Thema unter IT-Profis, Mathematiker:innen, … Und kennst auch Du vielleicht folgendes? Die ganze (Berufs-)Welt ist voll von mangelnder Planbarkeit. Sobald mir die Zeitstruktur fehlt, fühle ich mich abgeschnitten vom festen Boden, auf dem ich mich frei bewegen kann (und ich bin womöglich nur ein „Innie“ – also introvertiert mit ein paar höheren Werten auf dem Spektrum).

Das und Ähnliches, was unberechenbar ist, sorgt bei Personen im Autismus-Spektrum für Stress und reduziert den Akku schon vor’m Start in den Tag.

Die besten Infos rund um das Thema gibt es immer noch auf Englisch: Advancing Neurodiversity and the UN Sustainable Development Goals.

Die deutsche Website dazu (s.u.) hat mich eher abgeschreckt: Schlechte visuelle Aufbereitung, Textwüste im PDF der Pressemitteilung. Da ist noch Luft nach oben ;-)

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Mehr Infos

https://de.wikipedia.org/wiki/Welt-Autismus-Tag

www.un.org/en/observances/autism-day

www.autismus.de/detailseite/weltautismustag-2025.html

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App bringt Pflanzenwissen

Bee active

Die App ist nicht nur für Kids, sondern für alle interessant, die spielerisch die Natur besser kennenlernen möchten. Ein virtuelles Bienenvolk wird in der realen Umgebung platziert. Diese echten Pflanzen „versorgen“ die Spielebienen. Die App erkennt die Pflanzen, wenn man sie fotografiert, und zeigt, wie viel Nektar und Pollen sie liefern.

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Die ersten Schritte sind echt intuitiv, nur die nervige Musik hab ich erst später ausschalten können.

Fazit: Nett, werde ich beim Spazierengehen sicher hier und da mal ausprobieren.

Mehr Infos

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Pflanzwettbewerb: Artenvielfalt summsisumms

Beete-Buddeln ab April

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Insektenfreundliche Flächen formen… das geht überall, und so gibt es viele Möglichkeiten, für (fast) Jede:

  • Balkone, Terrassen, Dachgärten, vertikale Gärten
  • Privatgärten klein (< 500 m2) oder groß (> 500 m2)
  • Firmengärten
  • Kleingartenparzellen
  • Schul- und Jugendclubgärten
  • Kita-Gärten
  • Kommunale Flächen
  • Vereinsgärten, Liegenschaften von Verwaltung, Kirche etc.,
  • usw. usf.

Mehr Infos

… unter www.deutschland-summt.de
www.deutschland-summt.de/wir-tun-was-fuer-bienen-pflanzwettbewerb.html

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Kluge Kamingespräche zum (aktiven) Glück

Das kleine Glück und die großen Fragen

CoverDas Buch ist empfehlenswert. Der Autor ist lebenserfahren, klug, reflektiert und informiert. Ein bisschen fühle ich mich beim Lesen wie die Großnichte, die ihrem Großonkel gern beim Erzählen und Philosophieren über das Leben zuhört. Weil es mir weiterhilft!

Auch wenn ich vieles schon vorher wusste, das Lesen ist entspannt und bringt doch immer noch neue Aspekte und vor allem eine eigene Sicht und Reflektion auf die üblichen Glücksfaktoren.

Glück ist mehr als ein angenehmes Gefühl. Es beeinflusst unsere Gesundheit, unser Denken und unser Miteinander. Wissenschaftliche Studien zeigen: Zufriedene Menschen sind gesünder, empathischer und kreativer. Doch warum fällt es vielen so schwer, glücklich zu sein? Warum scheint unsere Gesellschaft trotz Wohlstand oft von Unzufriedenheit geprägt?

Das Buch setzt sich mit diesen Fragen auseinander und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen. Diese Erfahrungen finde ich immer besonders spannend, denn hier klettert die Wissenschaft von ihrem Elfenbeinturm herunter und man versteht, wie man selbst die puren Erkenntnisse ins eigene Leben spiegeln könnte.

Das Buch lädt dazu ein, Glück nicht dem Zufall zu überlassen, sondern aktiv zu gestalten. Es zeigt, wie man das persönliche Wohlbefinden steigert und gleichzeitig zu einer besseren Gesellschaft beitragen kann:

„Wir sollten das Glück nicht länger als etwas betrachten, das uns widerfährt, sondern als eine Kunst, die wir erlernen können.“

Der Autor

Dr. Jens-Uwe Martens ist Dipl.-Psychologe und ist Gründer des Instituts für wissenschaftliche Lehrmethoden (IWL). Er war lange als Dozent und Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Uni sowie an der Uni der Bundeswehr aktiv (beides in München).

Das Thema Glück hat für ihn einen engen persönlichen Bezug, da er in seinem langen Leben eine Reihe von schweren Schicksalsschlägen überwinden musste. Trotzdem ist es ihm gelungen, seinem Leben einen Sinn zugeben, Erfüllung zu finden und sein persönliches Glück zu entwickeln.

Fazit: Denkanstöße, fundierte Studien, lebensnahe Beispiele und praktische Impulse – Top!

Themen

  • Wie beeinflusst Glück unser Denken, unsere Entscheidungen und unseren Umgang mit Krisen?
  • Welche Hindernisse stehen einem erfüllten Leben im Weg und wie können wir sie überwinden?
  • Warum haben wir nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, glücklich zu sein?
  • Zufriedenheit
  • Physisches, Soziales, Geistiges
  • Positives Ich-Bewusstsein
  • Übergeordneter Faktor
  • Empfehlungen

Jens-Uwe Martens: „Das kleine Glück und die großen Fragen. Über den Zusammenhang von Zufriedenheit, Verantwortung und Zukunft“. Kohlhammer 2025. 26,- EUR. ISBN 978-3-17-045578-8.

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Alle mitmachen: Wilde Daten sammeln

Einblicke ins Leben: Wildlife Insights

Wildlife Insights basiert auf Fachwissen aus Feldforschung und Sensorik, zieht modernste Technologie und fortschrittliche Analytik zu Rate. Wozu? Um Menschen weltweit die Möglichkeit zu geben, Daten über Wildtiere auszutauschen und Wildtierpopulationen besser zu überblicken und ggf. Maßnahmen einzuleiten. Frei zugänglich ist die Wildlife Insights-Plattform, wenn man eigene Bilder hochladen möchte, sodass Arten mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch identifiziert werden können. Dies spart sehr, sehr, sehr viele Stunden Zeit. Diese gesparte Forschungszeit steht damit nun für die Analyse und Anwendung von Erkenntnissen zum Schutz der Tierwelt zur Verfügung.

Die Zusammenführung von Bildern aus aller Welt resultiert in aktuellen Daten, die für eine effektive Überwachung der Tierwelt nützlich sind.

Wildlife Insights ermöglicht mit der Plattform eine Community, in der alle (Forschenden), die mögen, Daten aus Projekten auf der ganzen Welt einsehen und in großem Umfang nutzen können. Auch, um Einfluss auf die Politik zu nehmen.

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Tools und Technologien stehen bereit, um „Big Data” zur Tierwelt mit Entscheidungsträgern zu verbinden. Oberstes Ziel: Tierpopulationen weltweit erholen sich wieder.

Mehr Infos:
www.wildlifeinsights.org/get-started

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Lust auf Zukunft

Klima-Buchmesse

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Wann? 19. bis 22. Mär 2026 / parallel zur Buchmesse
Wo? Leipzig

Was isses?

Bücher rund um eine gute Zukunft und natürlich das Klima: Romane, die berühren, Jugendbücher, Naturführer, psychologische, philosophische, naturwissenschaftliche, politische Sachbücher.

Die heiße Phase für die Planung des Lesefestivals beginnt im Winter, um das Programm vorzubereiten. In den ersten Monaten des neuen Jahres arbeiten dann viele fleißige Hände an der Planung der Veranstaltungen. Und natürlich ist auf der Leipziger Buchmesse selbst das meiste los, wenn die Diskussionsrunden und Lesungen stattfinden.

Wer macht’s?

„Wir sind etwa 30 ehrenamtlich engagierte Menschen, darunter neun ordentliche Vereinsmitglieder. Zwar haben wir uns in Leipzig gegründet, unsere Mitglieder leben aber in der ganzen Republik und noch anderswo. Wir sind berufstätig oder stecken im Studium, viele von uns haben Familie – also haben wir eigentlich alle genug zu tun. Doch die Klimakrise, gegen die viel zu wenig getan wird, lässt uns keine Ruhe.

Wir alle lieben Bücher und glauben an die Kraft des Wortes: daran, dass wir Menschen uns über Wissenschaft, über Geschichten aktivieren lassen. Bücher können dazu beitragen, die nötigen Veränderungen anzustoßen.

[…] Wir arbeiten freiwillig, selbstorganisiert, dezentral, überaus motiviert – und mit großer Leidenschaft für die Themen Klima und Umwelt im Medium Buch.“

Mehr Infos unter klimabuchmesse.de

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Städtische Naturoasen der Zukunft

Grüne Städte

CoverStädte lebenswerter, gerechter und widerstandsfähiger machen – geht das? Das geht!
Das Buch stellt 13 Städte weltweit vor, von Basel bis Singapur, von Paris bis Wuhan. Hier ist die grüne Transformation bereits in der Praxis angekommen. Das gute Gefühl nach dem Lesen: Überall entstehen innovative, naturbasierte Lösungen, die Klima, Gesundheit und Gemeinschaft stärken. Es lohnt sich, Zuversicht aufzubauen, sich schlau zu machen, aktiv zu werden. Auch wenn es sich manchmal soooo mühselig anfühlt.

Mit fundiertem Wissen aus Stadtökologie, Governance und Partizipation verbindet das Buch Forschung und Praxis zu einem Panorama urbaner Zukunft. Hoffnung inklusive.

Es zeigt, dass Veränderung möglich ist. Nicht irgendwann, sondern hier und heute, wenn Menschen und Stadtregierungen gemeinsam  mit und für die Natur handeln.
Aus Schweizerinnen Sicht geschrieben, jedoch inspirierend für alle. Die große Bandbreite macht Hoffnung und bietet für Jede/n einen Anknüpfungspunkt in der eigenen Umgebung oder Stadt.

Beeindruckt hat mich Melbourne, das besonders große Herausforderungen für besondere Entwicklungen genutzt hat. Und dadurch auch einen besonderen Rückhalt in der Bürgerschaft finden konnte. Oder London: Ein städtischer Nationalpark, wie cool ist das!

Schön zu sehen ist auch der nachhaltige, langfristige Blick: Städte bekommen es hin, auf Jahrzehnte (Jahrhunderte) zu planen, unabhängig von der jeweiligen kommunalen Regierung. Wow. Die meisten Beispiele zeigen schon eine längere Entwicklungsgeschichte und beweisen damit, dass es mehr gibt als politisches Greenwashing und Leuchtturmprojekte, die mehr dem Image als der Transformation verpflichtet sind.

Mannheim ist auch so ein bahnbrechendes Beispiel, und zwar in Sachen Digitalisierung. Hier werden besonders geschickt und umfassend Daten erfasst, die dann tatsächlich auch für künftige Entwicklungen hinzugezogen werden. Stichwort: ClimateView, das u.a. mit Szenarien (interaktiv) von dezentralen Maßnahmen Auswirkungen auf das Stadtklima zeigen kann.

Viele verschiedene Perspektiven beleuchten die 13 Beispiele und Learnings daraus von vielen Seiten, u. a. auf der zeitlichen Dimension: Akute Aktionen < Belange vulnerabler Gruppen mittelfristig gezielt betrachten – langfristige Maßnahmen.

Vergleichstabellen und die Übersicht über Themen-Städte-Projekte erleichtern, bestimmte Aspekte in den Stadtbeispielen schnell (wieder) zu finden.

Nicht so gut: Beim Lesen ermüde ich etwas, da sich vieles doppelt. Und das liegt nicht nur an der guten Idee, sich über verschiedene Perspektiven zu nähern. Knapper im Text, gern mit genauso vielen Verweisen auf andere Kapitel im Buch, würde dem Werk vermutlich noch mehr Publikum finden. Und die Schriftart mit ihren besonderen Schnörkeln zieht zwar Aufmerksamkeit auf sich, hat meinen Lesefluss jedoch leider gebremst. Das hat das Durcharbeiten anstrengender gemacht als nötig wäre.

Besonders für dieses Thema vermisse ich ein Stichwortverzeichnis im Buch.

Themen

  • Soziale Gerechtigkeit, Raumnutzung und Umweltgerechtigkeit
  • Urbane Landwirtschaft & Gärtnern: Nahrung aus der Stadt
  • Wassermanagement, begrünte Gebäude & Hitzemanagement
  • Biodiversität & Naturschutz
  • Bottom-Up-/Top-Down-Aktivitäten
  • Formen der Zusammenarbeit, partizipative Strukturen
  • Multifunktionale Lösungen
  • Adaptive Governance
  • Regulatorische Innovation
  • Demokratiedilemma
  • Wissenstraditionen als Innovationsquelle, indigenes Wissen, Skalierungsstrategien für Partizipation (Bürgerschaft)
  • Kulturelle Anknüpfungspunkte
  • Wirtschaftliche Tragfähigkeit & Ökonomisierungsproblem
  • Gentrifizierung vermeiden
  • Transformationsdynamik und Übertragbarkeit
  • Schattenseiten der Transformation
  • Erfolgsfaktoren

Autorin

Dr. Claudia Acklin (Sozialpädagogik, Journalismus, Design) ist Autorin des Podcasts „Die Natur und die Stadt“ (natureandthecity.ch). Ihre Erfahrung aus 40 Jahren in Medien, Bildung und Politikberatung, fließt hier ein.

Fazit: Umfassend, inspirierend – gerade durch den Beweis der Machbarkeit

Claudia Acklin: „Grüne Städte. Wo die Transformation bereits gelingt“. oekom 2026. 32,- EUR. ISBN 978-3-98726-510-5.

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„Schnopps“

Bio-Marker

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Nein, nicht „Schnopps“, sondern CHNOPS. Das sind die chemischen Zeichen für Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel.

Diese sechs Elemente sind diejenigen, die am häufigsten in lebenden Organismen vorkommen . Damit sind sie für das Leben, wie wir es kennen, wesentlich. Ihr Vorhandensein gibt starke Hinweise darauf, ob auf einer anderen Welt im All Leben existieren könnte.

Mehr Infos:
https://www.socratica.com/pages/chnops-elements-of-life

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Projekt: Pop-up Mobilitätswende – bundesweite Sofortmaßnahmen

„Pop-up Mobilitätswende: Weil Kommunen auch schnell können!“

Das Projekt „Pop-up Mobilitätswende – bundesweite Verbreitung von Sofortmaßnahmen“ unterstützt Kommunen und ihre Bewohner:innen dabei, die kommunale Mobilitätswende schneller voranzubringen. Dies geschieht sowohl durch bessere Information als auch durch direkte Beratung zu Pop-up Maßnahmen.

Damit sind Maßnahmen gemeint, die schnell umgesetzt werden können, weil sie keine großen Tiefbauarbeiten erfordern und noch Raum für Anpassungen und Nachbesserungen lassen.

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Ziel des Projekts ist, Möglichkeiten und Vorteile von Pop-up Maßnahmen im Verkehrsbereich auf kommunaler Ebene bekannt zu machen. Die Idee ist, so die kommunalen Mobilitätswende zu beschleunigen.

Kommunen können dabei ihre eigene Attraktivität steigern: Saubere Luft, weniger Lärm und mehr Raum für Rad- und Fußverkehr verbessern die Aufenthaltsqualität für Bewohner:innen und Besucher:innen. Gleichzeitig können Städte und Gemeinden so ihre eigenen Klimaschutzziele schneller erreichen.

Die Devise lautet: Weg vom privaten Pkw, hin zu Bus und Bahn, Rad- und Fußverkehr! So lassen sich im Verkehrssektor ausreichend Treibhausgasemissionen vermeiden.

Auf der Website findet man die Projektbausteine im Detail und auch eine Liste mit aktuellen Projektergebnissen

Mehr Infos:
www.duh.de/informieren/natur-und-umwelt-vor-ort/pop-up-mobilitaetswende

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